Susanne Metzger (M.A.)
Oberstudienrätin, Beratungslehrerin, Psychodramaleiterin

Nach vielen Jahren Unterrichts- und Beratungstätigkeit als Lehrerin im In- und Ausland habe ich beim Studium der Supervision als Lernende noch einmal neue und wertvolle Erfahrungen machen können:

Für meine persönliche Entwicklung war die Begegnung und Auseinandersetzung mit Menschen unterschiedlichen Alters,  verschiedener Herkunft und Profession besonders wichtig. Widersprüche und Spannungen auszuhalten, Ressourcen und Prozesse in der Gruppe zu nutzen, sie erfahrbar und unter sachkundiger Leitung durchschaubar werden zu lassen, wurde für mich Grundlage eines veränderten Umgangs mit Gruppen in meinen beiden Berufsfeldern, in Schule und Supervision.

Nicht missen möchte ich die theoretischen Einheiten, die vielerlei Anstöße gaben für Überlegungen und Gespräche bis spät in die Nacht. Darüber hinaus setzten sie mich auch in den Stand, supervisionsunkundigen oder gar – unwilligen Menschen die Grundlagen und Ziele von Supervision plausibel vermitteln zu können. Und nicht zuletzt ermöglichten mir neue Erkenntnisse über Aufbau und Wirkfaktoren von Organisationen ein neues  Verständnis von Schule und den dort arbeitenden Menschen.

Wichtig war für mich auch, gemeinsam die ethische und spirituelle Dimension beruflichen Handelns zu reflektieren. So  wurde klar, dass auch ganz praktische Fragen bis hin zur Wahl einer spezfischen Methode von  der eigenen ethischen und spirituellen Grundhaltung geprägt sind.

Ganz besonders anregend war es, sich in völlig unterschiedlichen  Lernsettings zu treffen. Ein sehr vergnügliches Peergruppenwochenende  z.B. gab Raum für persönlichen Austausch und für praktische Tipps. Die  Triadenlehrsupervision dagegen ermöglichte es, sich intensiv mit dem eigenen Supervisionsstil auseinander zu setzen und ihn weiter zu  entwickeln. Das lebendige und wirkungsvolle Lernen  in unterschiedlichen Triaden führte dann auch zu Triaden-Experimenten in der Schule.

Insgesamt gab es neben kleinen Durststrecken viel Entdeckung und  Entwicklung und im Ergebnis eine neue berufliche Identität – ein  zeitintensives, aber sehr lohnendes Vergnügen!

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