André Frohnenberg
Nach jahrelanger Berufspraxis, die eine gewisse Routine und Gelassenheit mit sich gebracht hat, brauchte es seine Zeit, sich im Masterstudiengang Supervision und Coaching wieder in der Rolle des Lernenden einzufinden, die für mich mit viel Neugier und Interesse, aber auch mit Unsicherheiten verbunden war.
Das Curriculum des Studiengangs beinhaltet eine ausgewogene Mischung aus Theorie- und Methodenvermittlung sowie Anteilen zur Persönlichkeits- und Haltungsentwicklung. Die Auseinandersetzung mit den eigenen Persönlichkeitsanteilen, ob in der Biografiearbeit oder in der Kursgruppe war gleichermaßen wichtig, bewegend und herausfordernd und klingt auch nach Abschluss des Studiums nach und arbeitet weiter. Das Lernen in der Gruppe hatte dabei seine besondere Bedeutung, auch im Übertrag auf die supervisorische Arbeit.
Fachwissen und Theorie wurden praxisnah, kompetent und auf den Punkt vermittelt.
Die Prüfungen sind abwechslungsreich konzipiert, halten sich im Rahmen und führen gleichzeitig dazu, dass eine intensive Auseinandersetzung mit den Themen stattfindet, die – im Nachhinein betrachtet - meinen Blick für die Feinheiten supervisorischen Arbeitens geschärft haben.
Nach Abschluss des Studiums fühle ich mich einerseits gut vorbereitet und ausgerüstet. Der Rucksack ist vollgepackt mit Wissen und Handwerkzeug. Andererseits kann es nur eine Grundlage sein, die ich für mich weiter ausbauen kann und will. Das Terrain wird in der Supervision immer ein Stück weit unbekannt sein. Frei nach dem Motto „Ich weiß, dass ich nichts weiß“. Auf diese Unwägbarkeiten gilt es sich einzulassen und damit umzugehen.

