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Absolventin des Kurses 2018-2020/21

Linda Lefering

Da stand ich nun… Übungsauftrag des Einführungstages: „Erkläre deinem Gegenüber in einem Elevator Pitch, was Supervision ist und wer du als Supervisor_in bist“. Wie praktisch, dass meine Kleingruppe und ich uns für diesen Arbeitsauftrag den Fahrstuhl des Tagungshauses zu Nutze machen konnten.  

Es folgten zweieinhalb Jahre des intensiven Studiums verschiedener Theorien rund um die psychodynamischen Grundannahmen in der Supervision, das Handlungskonzept für lebendiges Lernen in Gruppen - die TZI -, das systemisch-konstruktivistische Denken sowie ethisch-spirituelle Elemente.  

Insbesondere jedoch hatten die zahlreichen Übungen und Arbeitsaufträge in Einzel- und Kleingruppenarbeiten, einen großen Mehrwert und nachhaltigen Lerneffekt. Sie haben dafür gesorgt, einen Transfer zwischen theoretischem Input und praktischer Ausübung des Gelehrten und Gelernten herzustellen, um sich so seiner eigenen supervisorischen Haltung und beruflichen Rolle bewusster zu werden. 

Mit besonderer Sorgfalt wurden ebenfalls die Einzel- und Triadenlehrsupervisor_innen sowie im Laufe eines (gruppen)dynamischen Prozesses, auch die künftige Peergruppenzusammensetzung, ausgewählt. Ganz im Sinne des Leitbildes „schützen, stützen, fordern und fördern“, galten diese Konstellationen über den gesamten Studienverlauf hinweg als sicherer Hafen. Ein Ort mit der Möglichkeit zu persönlichem Wachstum, Entwicklung und Veränderung. 

Zu guter Letzt darf nicht vergessen werden zu erwähnen, dass auch der Standort der Blockveranstaltungen, die LVHS „Schorlemer Alst“, einige Optionen geboten hat, um die Lerninhalte des Studiums zu reflektieren oder seine freie Zeit individuell zu gestalten. So kam es nicht selten vor, dass Spaziergänge im Hagenwald, eine Radtour zum Warendorfer Ortskern, ein Freibadbesuch oder das Abendessen in einer Pizzeria den „Feierabend“ einläuteten. 

…. und, was ist nun Supervision? 

Kurz gepitcht: Supervision ist der Ort der Aufklärung und ein emanzipatorischer Prozess. Das Mittel hierfür sind die Reflektion und das Bewusstsein. Zugleich kann Supervision die abgedunkelten Bereiche auf den Ebenen des Wissens, des Könnens, des Fühlens und des Körpers erhellen und schafft somit neue Perspektiven und Handlungsoptionen.